zufriedenheitNie wieder arbeiten

"Wer sein Hobby zum Beruf macht, der muss nie wieder arbeiten."

Bis ins Mittelalter war Arbeiten eher ein notwendiges Übel, auf das man sich nur einließ um satt zu werden. Von der Hand in den Mund war üblich, weil das Anhäufen von Reichtümern und Gier verpönt war und zu einem sündigen Leben gehörte.

Doch  seit der Reformation um Martin Luther im 16. Jahrhundert hat sich die innere Einstellung zum Arbeiten verändert.
Plötzlich wird Arbeit zur Aufgabe um Gott zu gefallen und Müßiggang wird aller Laster Anfang.

Nach dem Glauben der Calvinisten und Puritaner des 17. Jahrhunderts hat Gott die Menschen in eine Gruppe der Auserwählten und eine der Nicht-Auserwählten geteilt.
Fleiß und Arbeitseifer und der daraus folgende wirtschaftliche Erfolg wird als Zeichen interpretiert, zu der Gruppe der Auserwählten zu gehören.
Die Industrialisierung tut ihr übriges. Hungerlöhne schaffen Abhängigkeiten.

American DreamAmerican Dream

In Amerika entsteht der "American Dream". Die Illusion, dass jeder es schaffen kann, dient auch dazu, die Verantwortung für soziale Ungerechtigkeit vom System auf das Individuum zu verlagern.

Die Sicht auf das Arbeiten verändert sich im Laufe der Jahrhunderte und bringt uns schließlich zur dritten industriellen Revolution, die immer noch andauert. Stichwort: Industrie 4.0

Doch was bedeutet dies für den angestellten Arbeitnehmer heute ? Flexibilität, permanente Erreichbarkeit, sportliche Fitness und beständige Weiterbildung werden vom Arbeitsmarkt erwartet.

Gestresst und quantitativ überfordert

Ein Großteil der Angestellten fühlt sich gestresst, über- oder unterfordert.
Nach der "Mach-Dein-Ding"-Welle verändert sich die Arbeitswelt erneut. Horden von Freelancern und Dauerpraktikanten stürzen sich auf Unternehmen, die ganz plötzlich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels "Employer Branding" entdeckt haben und mit agilem Onboarding und Home-Office-Arbeitsplätzen locken.

Und so als wären wir zurück in die mittelalterlichen Zeiten vor Martin Luther gereist, ist der Generation Y, geboren in den 80zigern und 90zigern, das Privatleben heute wichtiger als die Arbeit.

Den meisten Arbeitnehmern jedoch mangelt es an beruflicher Anerkennung bei ihrer Arbeit.
Bei vielen entsteht so der Wunsch nach einem anderen Job oder nach einem ganz anderen Beruf und auch der Wunsch, sich selbständig zu machen. Berufliche Unzufriedenheit ist so häufig auch ein Zeichen von menschlicher Reifung.
Dabei geht es uns in erster Linie gar nicht um ein höheres Einkommen oder um bessere Arbeitsbedingungen. Was wir uns wünschen ist Zufriedenheit im Job, das Gefühl einen sinnvollen Beitrag zu leisten.

Zufriedenheit und Selbstvermarktung


Aber Zufriedenheit ist nicht abhängig von äußeren Umständen, sondern von dem, was wir über die Umstände denken. Im Karrierecoaching untersuchen wir, welche inneren Einstellungen zu dem Ergebnis führen, dass Menschen eine Arbeitssituation wählen, mit der sie nicht zufrieden sind.
Die hinter der Einstellung liegenden innersten Überzeugungen lassen sich verändern. Dadurch sehen wir unsere Rolle in einem anderen Bild und können dann wählen, den Job zu wechseln oder glücklich zu sein mit dem was wir tun.
Für manche ist das schwierigste der erste Schritt. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Arbeitswelten bekommt die kontinuierliche Selbstvernmarktung eine besondere Bedeutung für die Jobzufriedenheit. Wer sich traut, auch an seinen Arbeitgeber Bedingungen zu stellen hat besser Chancen im Job zu bekommen, was er sich wünscht.